Außergewöhnliche Geschäftsidee – Mit einem Bus durch die Stadt radeln

Cycling Class Bus

11.07.2012 – In unserem Blog haben wir ja schon mehrmals von etwas „anderen“ Geschäftsideen berichtet, so z.B. hier oder hier. Nun möchte ich Ihnen eine weitere Idee vorstellen, die auf den ersten Blick ziemlich seltsam erscheint.

Sandro Zumpe, der Entwickler dieser außergewöhnlichen Idee, möchte nämlich einen Bus an den Mann bringen.

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen: „Was denn für ein Bus?“, Doch es handelt sich bei dem Bus nicht einfach um irgendeinen Bus, sondern um den Cycling-Class-Bus oder zu Deutsch: Fahrrad-Bus. Ja, Sie haben schon ganz richtig gehört. Der Bus von Sandro Zumpe ist nicht nur mit den klassischen Sitzreihen ausgestattet, sondern auch mit Spinning-Rädern.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Das Modell von Sandro Zumpe scheint sehr interessant zu sein, denn es kombiniert einen klassischen Doppeldeckerbus mit Aktivitäten auf festinstallierten Fahrrädern.

Die Einsatzmöglichkeiten für den Doppeldecker könnten sehr vielfältig sein. Die Teilnehmer könnten beispielsweise entscheiden, ob sie mehr Wert auf eine Stadtrundfahrt legen oder ob das Open Air Radeln eher im Vordergrund steht. Für beide Möglichkeiten könnten sich daher viele Interessenten finden.

Der Cycling Class Bus als Mittel zur Firmenpräsentation

Der innovative „Fahrrad-Bus“ würde sich auch besonders auch für Marketingaktionen, so beispielsweise im Bereich Fitness, eignen, denn solch ein Fahrzeug würde automatisch sehr viele interessierte Blicke auf sich ziehen. Außerdem könnten sich im Zuge des aktuell hohen Gesundheitsbewusstseins viele Unternehmen dieses ungewöhnliche Marketingmittel etwas genauer angucken, auch wenn sie ihr Kerngeschäft nicht im Sportbereich sehen. Dann ist die Wirkung auf die Passanten vielleicht sogar noch größer, sodass Menschen ein großes Interesse zeigen und möglicherweise auch zu Kunden werden.

Radeln für den guten Zweck

Wenn man an verschiedene Veranstaltungen im Charity-Bereich denkt, bei welchen prominente Persönlichkeiten für einen guten Zweck ihren (sportlichen) Einsatz zeigen, wäre der Cycling Class Bus sicherlich eine weitere Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erhalten. Hier wäre es z.B. denkbar, dass pro gefahrenen Kilometer ein bestimmter Geldbetrag eingesammelt wird. Gleichzeitig könnte mit dem Bus für ein höheres Gesundheitsbewusstsein geworben werden.

Cycling Class Bus als Transportmittel für Kommunen

In kleinen oder größeren Städten könnte man sich den Cycling Class Bus auch als Transportmittel etwa bei Stadtrundfahrten dienen. Da Besichtigungsrundfahrten in neuester Zeit oft unter einem bestimmten Motto stehen, könnte das Motto dementsprechend „Fitness“ lauten. Im Doppeldecker-Bus hätten Veranstalter ebenfalls die Option, die Räder im oberen Teil des Buses anzubieten und unten die Sitzreihen.

Fazit

Die Geschäftsidee ist sehr interessant und es bleibt abzuwarten, wann der erste Cycling Class Bus auf den deutschen Straßen gesichtet wird.

Besonders faszinierend finde ich es, welche Ideen zustande kommen, wenn man zwei bereits bestehende Dinge kombiniert. Innovationen kommen also nicht nur dadruch zustande, wenn man etwas komplett Neues erfindet, sondern auch, wenn man Vorhandenes mit einander verbindet, in diesem Fall: Verkehrsmittel und Fitness Studio

Wer weiß, vielleicht wird das Konzept von Sandro Zumpe noch ausgeweitet, sodass der komplette Bus von den Radfahrern angetrieben wird wie wir das vom Bier-Bike kennen. Das würde nicht nur das Gesundheitsbewusstsein stärken, sondern auch etwas Gutes für die Umwelt tun :)

Und was halten Sie von der Idee? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Mit besten (Gründer-) Grüßen,
Thomas Klußmann
Geschäftsführer Gründer.de GmbH


6 Antworten auf Außergewöhnliche Geschäftsidee – Mit einem Bus durch die Stadt radeln

  1. Buser sagt:

    Hallo,

    eine aussergewöhnlicher Ansatz.

    Dennoch sehr gut nachvollziehbar. Wo eine gute Idee ist, werden sich die nötigen Wege automatisch auftun.

    Gruss
    Heinz Buser

  2. Super Idee,
    Spinning und reale Fortbewegung.
    Da lassen sich tolle Nutzungsmöglichkeiten umsetzen..
    Als mobiles Spinningstudio das zu Ihnen nach Hause kommt (radelt) oder mit festen Haltestellen zum Zu und Aussteigen… (zeisparend)
    auch vielfältige individuelle Marketingideen lassen sich damit umsetzen…
    Wirklich kreativ da sich dadurch sicher auch alte Busse recyceln lassen.
    Michael

  3. Böttcher sagt:

    Die Frage hier ist wie die Gesetze eingehalten werden können, z.B. die BOKraft usw. Wie sind die Fahrräder während der Fahrt befestigt das niemand verletzt werden kann.
    Es müßte also ein TÜV Prüfer gefunden werden der diese Eintragungen macht.

  4. Lars Elonsky sagt:

    Schöne Idee. Mit diesen Bussen könnte man sicher einiges in der
    Adipositas Prävention tun.

  5. Sandra sagt:

    Eine schöne Idee – nur ob die sich in der Realität wirklich überhaupt entwickeln lässt bleibt fraglich… – ein Doppeldecker wiegt ja gut und gerne derzeit 11 Tonnen… – und wenn man nun konsequent Leichtbau verwenden würde wird man verm. nicht unter 5 Tonnen kommen…
    Dann ist so ein Bus nur bewegbar wenn 50 Leute radeln, dann “zieht” aber bereits jeder 100kg…

    • Hallo Sandra,

      ich denke, es liegt hier ein Missverständnis vor, denn der Bus wird nicht von den Radfahrern angetrieben, sondern ganz normal durch Kraftstoff.

      Die Radfahrer trainieren einfach nur vor sich hin, während der Bus fährt :)

      Viele Grüße,
      Anton

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