Die Wingly Gründer Emeric de Waziers. Lars Klein und Bertrand Joab-Cornu. (v.l.n.r)

Die Wingly Gründer Emeric de Waziers. Lars Klein und Bertrand Joab-Cornu. (v.l.n.r)

Carsharing ist mittlerweile nichts Besonderes mehr. Zahlreiche Anbieter haben sich bereits auf dem Markt etabliert. Anders sieht es beim Flightsharing aus. Die Marktlücke brachte Lars Klein, Emeric de Waziers und Bertrand Joab-Cornu auf eine innovative Idee. Im Juli 2015 gründeten sie zusammen die Mitflugzentrale Wingly, eine Plattform, die Piloten und Passagiere für Privatflugzeuge zusammenbringt. Die Plattform ermöglicht es Privatpiloten zum ersten Mal in Deutschland, ihre freien Sitzplätze anderen Passagieren anzubieten, um sich so die anfallenden Flugkosten zu teilen. Denn die meisten Privatpiloten sind jedes Jahr verpflichtet, eine gewisse Anzahl an Flugstunden zu absolvieren, um ihre Lizenz zum Fliegen nicht zu verlieren.

Wir haben mit Lars Klein, dem Co-Founder & CTO von Wingly ein Interview geführt. Im Gespräch verrät uns der Entrepreneur unter anderem, welche Schwierigkeiten es bei bzw. nach der Gründung gab, wie sie das Unternehmen finanziert haben und wie sie es geschafft haben, in so kurzer Zeit auf ihre Plattform aufmerksam zu machen.

1. Wie sind die Idee und das Konzept für Wingly entstanden?

Lars Klein: Wingly zu gründen lag für uns auf der Hand. Wir sind drei Partner aus zwei unterschiedlichen Branchen: Emeric, der Privatpilot seit dem Alter von 15 Jahren, hatte es seit jeher schwer, seine Leidenschaft zu finanzieren. Man teilt die Kosten gerne mit Freunden und Familie und ist somit natürlich auch offen für neue Menschen. Mit einer Passion wie der Luftfahrt findet man sehr schnell Gleichgesinnte. Für Bertrand und mich gab es einfach einen schwierigen Zugang zu dieser Aktivität. Wir beide wussten vorher, dass es möglich ist, in Kleinflugzeugen mitzufliegen. Dafür musste man aber Piloten kennen oder an den Flugplatz fahren und darauf hoffen, mitgenommen zu werden. Alles sehr aufwändig, weshalb wir uns dachten: gründen wir doch eine Mitflugzentrale. Wingly digitalisiert einen Prozess, den es schon seit Anbeginn der Luftfahrt gab. Das macht es so simpel.

2. Was waren die größten Hürden, die ihr auf eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Lars Klein: Als deutsch-französisches Start-Up (franco-allemand) sind wir zuerst in Frankreich gestartet. Mit der größten Luftfahrtaktivität in Europa und seinen wunderschönen Landschaften eigentlich der ideale Einstiegsmarkt. Keine Woche nach dem Start kamen alle großen Medien, von Print bis zum Fernsehen zu uns und berichteten ununterbrochen den Sommer lang. Das hat schnell Kritiker auf den Plan gerufen, die uns nicht gern sahen und sorgte für einige Turbulenzen. Wir mussten die EU um Hilfe bitten und erst einmal nach Deutschland expandieren, um weiter arbeiten zu können. Am Ende des Tages war es eine spannende Erfahrung. Heute laufen wir rechtlich legal in allen EU-Ländern. Dennoch sind rechtliche Probleme, gerade zu Beginn eines Unternehmens, kein sonderlich tolles Geschenk.

3. Wie hat sich die Unternehmensfinanzierung in der Anfangsphase gestaltet?

Lars Klein: Da wir ein rein digitales Produkt anbieten und aus einem komplementären Team bestehen (einen Programmierer und Marketer zu haben ist unabdingbar), waren die Startkosten gering. Dennoch haben wir neben unserem eigenen Geld schnell Subventionen des französischen Staats erhalten können. Die Förderung ist hier sehr aktiv – da war ich auch erst einmal überrascht. Des Weiteren haben wir viele Wettbewerbe gewonnen, vom Prix Jean-Louis Gerondeau (veranstaltet von Zodiac Aerospace und der Ecole Polytechnique) bis hin zum Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt. Das hat sehr geholfen. Im Anschluss kam dann natürlich noch eine kleine Finanzierungsrunde zur Marktvalidierung.

4. Wie wichtig war ein großes Netz an Kontakten für den Start?

Lars Klein: Gute Kontakte sind das A und O für eine effiziente Geschäftsentwicklung. Präsenz auf Events in der Branche aber auch der stete Kontakt zu seiner Community sind unabdingbar. Das Feedback, das wir von unseren Gästen aber auch Piloten bekommen, ist immer wieder überwältigend und öffnet sogar die ein oder andere Tür!

5. Mit welchen Mitteln habt ihr zu Beginn auf eure Plattform aufmerksam gemacht?

Lars Klein: Soziale Medien sind perfekt für die virale Verbreitung eines neuen Produkts. Gerade wir als Mitflugzentrale behandeln ein Thema, das fast jeder liebt: die Fliegerei. Und das spricht sich schnell rum. Der Pilot, der seinen Flug einstellt und nach 3 Stunden eine erste Buchung hat – und der Gast, der einen traumhaften Überflug seiner Heimat erlebt hat. Eine super Kettenreaktion ist hier vorprogrammiert.

6. Gibt es etwas, was du rückwirkend auf die Gründungsphase anders machen würdest?

Lars Klein: Weniger Croissants essen!

7. Was sind eure mittel-und langfristigen Zukunftspläne?

Lars Klein: Die Luftfahrt begeistert Menschen auf dem ganzen Planeten. Das wäre mittelfristig natürlich etwas zu weit ausgeholt. Europa darf es aber schon sein. Und wer weiß, wohin die Reise dann geht? Um unsere Expansionspläne in die Tat umzusetzen, sind wir momentan auch auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung, weshalb wir viele Vollzeit- als auch Praktikums-Positionen zu besetzen haben.

8. Welchen Tipp würdest du angehenden Gründern abschließend mit auf den Weg geben?

Lars Klein: Scheut euch nicht, die Komfortzone zu verlassen und denkt international. Der (kulturelle) Austausch, mit Flugzeugen und den kürzeren Reisezeiten natürlich deutlich vereinfacht, ist unabdingbar. Und manchmal sind es dann doch die offensichtlichen Ideen, die man einfach angehen muss.

gruender-wingly

Wir bedanken uns bei Lars Klein herzlich für das Interview und wünschen ihm und seinem Team viel Erfolg für die Zukunft!
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