Ghostwriter oder Ghost Writer

Bernd Kasper / pixelio.de

Der Begriff Ghostwriter (dt. Geisterschreiber/unsichtbarer Autor) wird immer mehr Leuten im deutschsprachigen Raum geläufig. Gleichzeitig entwickelt sich Ghostwriting immer stärker zur eigenen kommerziellen Nische.

Was mit vereinzelten und selbstständigen Ghostwritern begann, entwickelt sich nun ein immer mehr zu einem kommerzielleren, unternehmenskompetenz-basierenden Netz aus Ghostwritern nebst Vermittlern.

So steigt seit längerer Zeit die Anzahl jener hauptberuflichen Agenturen, wie GWriters.de, die Kontakte zwischen Kunden und den Ghostwritern herstellen und somit Aufträge vermitteln.

Um was für Texte es sich dabei handelt?

Begonnen hat das Ghostwriting mit dem Schreiben von Promibüchern, da prominente Persönlichkeiten vermehrt begannen über ihren Namen erfolgreich Bücher zu vermarkten. Da ihnen jedoch die Begabung, das Interesse oder einfach nur die Zeit zum selbst Schreiben fehlten, wurden die Texte bei Ghostwritern in Auftrag gegeben.

Inzwischen bedienen Ghostwriter eine vielfältige Kundschaft. Auch Anfragen aus dem akademischen Bereich werden bearbeitet. Studenten nutzen dabei im Speziellen immer wieder das fremde Anfertigen von Hausarbeiten, Gruppenarbeiten und Projekten. Aus Sicht der Studenten hat dies meist zwei verschiedene Gründe, entweder geprägt von der eigenen Faulheit oder verleitet durch den immer stärker werdenden Stress im Unileben – aber ein Ghostwriter verurteilt seine Kunden natürlich nicht.
Mitunter nutzen auch Netizens wie Blogger die Dienste solcher anonymer Autoren, um sich Blog-Artikel oder Bücher schreiben zu lassen. Sie sparen so statt Geld Zeit und Mühe und profitieren schließlich vom Prestige, das eigene Veröffentlichungen mit sich bringen.

Wie zuverlässig sind solche Ghostwriter und wie legal ist das Geschäft?

Rechtlich gesehen ist ein von einem seriösen Ghostwirter abgefasster Text kein Plagiat. Denn es handelt sich dabei um einen völlig neuen, methodisch einwandfreien und eigenständig abgefassten Text und nicht um eine Kopie. Ghostwriting ist dementsprechend grundsätzlich legal – jedoch nur, solange der Kunde nachweisen kann, keine wissentliche Unterstützung zum Betrug geleistet zu haben, wie z.B. bei der Erschleichung eines Titels.
Vor allem akademische Kunden machen sich schnell strafbar, wenn sie eidesstaatlich versichern, die in Wirklichkeit von einem Ghostwriter verfasste Arbeit, selbst geschrieben zu haben.
Rechtliche Folgen können dabei Geldstrafen, Aberkennungen, Freiheitsstrafen und Exmatrikulation sein. In solchen Fällen handelt es sich keineswegs mehr um ein Kavaliersdelikt!

Wertfrei und hinsichtlich ihrer Qualität betrachtet sind Texte aus den Federn von Ghostwritern keine schlechte Sache: Zwar ist der berufliche Zugang in Bezug auf die benötigten Qualifkationen nicht reglementiert, jedoch bringt der durchschnittliche Ghostwriter in der Regel eine sehr gute Allgemeinbildung, sprachliches Geschick und schriftliche Präzision, sowie der Erfahrung und Vertrautheit mit wissenschaftlichen Arbeitstechniken mit.

Im Ghostwriter-Angebot sind oft auch über die reine Textarbeit hinaus Dienstleistungen wie gründliche Literaturrecherchen und empirische Datenerhebungen enthalten.

Die Ghostwriter bleiben trotz ihrer Fähigkeiten natürlich immer im Hintergrund und geben auf keinen Fall ihren Namen preis. Das Urheberrecht treten sie vollständig an den Kunden ab.

Wendet man sich an eine Vermittlungsagentur, sorgen die Agenturen für beidseitige Anonymität.

Kosten für einen Ghostwriter:

Ghostwriter arbeiten meist freiberuflich im Homeoffice und werden somit auf Rechnung bezahlt.

Dies Kosten für eine erstellte Seite liegen dabei im Bereich von 50-100€, zuzüglich variierender Provisionen für die entsprechenden Agenturen.

Fazit:

Die Verbreitung des Ghostwriters nimmt immer weiter zu, was auch mit dem sehr seriösen und professionellen Vorgehen der Branche zu tun hat.

Längst ist die Kontaktaufnahme auch problemlos über Agenturen möglich, so dass dem Kunden die lange Suche nach kompetenten Ghostwritern erspart wird.

Und darin liegt momentan auch die Stärke von Ghostwriter-Agenturen, denn Kunden werden nur verifizierte Autoren vermittelt – und nicht Betrüger oder Hobby-Schreiber.

Jedoch kann die Zusammenarbeit mit einem Ghostwriter auf Seiten des Kunden schnell kriminell werden, wenn es um einen wissentlichen Betrug geht. Wie immer gilt es also abzuwägen.

Natürlich interessiert uns auch Ihre Meinung dazu: Was sagen Sie also zur Kooperation mit Ghostwritern?

Mit besten Grüßen,

Fabian Strohdiek
Content Manager Gründer.de