Geld verdienen im Internet mit digitalen Infoprodukten: Geschäftsidee analysieren
21.06.2012 – Im ersten Teil dieser Blogserie habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie nach Geschäftsideen suchen können. Wenn Sie die Schritte so befolgt haben, wie ich es Ihnen vorgestellt habe, dann müssten Sie bereits mehrere Ideen gesammelt haben. Jetzt geht’s zum nächsten wichtigen Schritt: der Potenzialanalyse.
Wenn Sie einfach starten und ein Thema besetzen, ohne dieses zuvor auf sein Potential zu überprüfen, werden Sie sehr wahrscheinlich scheitern. Nichts könnte ärgerlicher sein als wenn Sie viel Zeit und Arbeit in den Aufbau eines Web-Projekts investieren und später feststellen müssen, dass es nicht funktioniert.
Ein häufiger Grund hierfür – vor allem bei Einsteigern – ist der, dass das jeweilige Thema bzw. das Produkt oder die Dienstleistung auf diesem Gebiet im Internet einfach nicht nachgefragt wird. Und genau das ist absolut entscheidend dafür, dass Sie im Internet mit Ihrem eigenen Web-Projekt überhaupt erfolgreich sein können.
Um das Potenzial Ihrer Geschäftsideen Schritt für Schritt analysieren zu können, gibt es das Keyword-Tool von Google. Die Suchmaschine Google ist weltweit die zweifelsfrei wichtigste Suchmaschine und hat derzeit annähernd 90 Prozent Marktanteil alleine in Deutschland. Deshalb ist das Google Keyword-Tool die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, Ihre Ideen zu überprüfen.
Keyword-Recherche mit dem Google Keyword-Tool
Damit Sie sicher sein können, dass Ihre Geschäftsidee Sie zum Erfolg führen wird, müssen Sie zunächst einmal untersuchen, ob für Ihre Idee überhaupt ein Markt besteht. Das ist meistens dann der Fall, wenn möglichst viele Leute im Internet nach dem Produkt suchen, das Sie möglicherweise verkaufen möchten.
Doch die Leute suchen höchstwahrscheinlich nicht direkt nach dem Produkt, was Sie als angehender Gründer verkaufen möchten, sondern nach Informationen zu bestimmten Themen, die für diese Leute gerade interessant sind. Und genau das sollte Sie interessieren, denn je mehr Menschen sich für ein bestimmtes Thema interessieren, desto größer ist der Markt. Und wenn jetzt noch wenig Konkurrenz in diesem Markt besteht, haben Sie schon so gut wie gewonnen.
Nun möchte ich Ihnen verraten, wie Sie das alles herausfinden können. Sie haben sich ja schon einige Themen ausgesucht, wo Sie sich auskennen und dazu ein Infoprodukt erstellen möchten.
Nehmen wir einmal an, Sie sind Katzenliebhaber und kennen sich mit Katzenhaltung aus und haben das als eines Ihrer potenziellen Interessensfelder notiert.
Rufen Sie jetzt das Google Keyword Tool auf, geben Sie das Wort „Katze“ in das Suchfeld ein und markieren Sie die Felder „Weitgehend“ und „[Exakt]“ links in der Leiste. Klicken Sie nun auf „Suchen“.
Das Keyword-Tool zeigt Ihnen nun an, wie viele Suchanfragen es zu welchem Keyword gibt. Dabei werden auch viele weitere Vorschläge zum Thema „Katze“ gemacht, sodass Sie weitere Begriffe erhalten, die mit Katzen zu tun haben. Die in eckigen Klammern stehenden Suchbegriffe sind exakte Suchbegriffe und werden von Google-Nutzern auch genauso in die Suchmaschine eingegeben, weshalb es besonders wichtig ist, sich diese näher anzusehen, wenn es darum geht, später eine Webseite aufzubauen.
Versuchen Sie nun so viele Suchbegriffe wie möglich herauszuschreiben, die sehr hohe Suchanfragen aufweisen, aber bei welchen die Konkurrenz niedrig ist. Achten Sie auch darauf, dass der CPC-Wert für diese Suchbegriffe, also der Preis, den Sie bezahlen, wenn jemand später auf Ihre Google-Anzeige zu diesem Keyword klickt, nicht höher als etwa 30 Cent beträgt. Den CPC-Wert können Sie jedoch nur dann sehen, wenn Sie sich kostenlos bei Google registriert haben (das empfehle ich Ihnen auch).
Wiederholen Sie diesen Suchvorgang für alle Themengebiete, die Sie sich notiert haben. Versuchen Sie, so viele Begriffe wie möglich herauszusuchen, die eine hohe Nachfrage und gleichzeitig eine niedrige Konkurrenz aufweisen.
Wenn Sie damit fertig sind, müssen Sie sich anschließend für das Thema entscheiden, das das meiste Potenzial hat. Ideal wäre also ein Thema, das stark nachgefragt wird, kaum Konkurrenz aufweist und wo die Click-Preise am niedrigsten sind.
Anmerkung: Achten Sie beim Heraussuchen von passenden Keywords bitte auf die genaue Schreibweise der Begriffe, denn entscheidend sind nicht Grammatik oder Rechtschreibung, sondern vor allem die Art und Weise, wie Google Nutzer Begriffe in die Suchmaschine eingeben.
So kann es sein, dass die Wörter “Katzenfutter” oder “Katzenzucht” von Ihren möglichen Kunden nicht in dieser Schreibweise gesucht werden, sondern als “katzen futter” oder “katzen zucht” etc. Das gilt vor allem für zusammengesetzte Begriffe. Es wäre hier auch denkbar, dass beispielsweise “futter für katzen” oder “katzen züchten” die häufiger gesuchten Begriffe darstellen und für Sie deshalb die entscheidenden Keywords für den Webseitenaufbau darstellen.
Im dritten Teil der Blogserie “Geld verdienen im Internet mit digitalen Infoprodukten” werde ich Ihnen zeigen, wie Sie von der Potenzialanalyse zu Ihrem ersten E-Book kommen und online Geld verdienen können.
Mit besten Grüßen,
Thomas Klußmann
Geschäftsführer Gründer.de GmbH


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Hallo Herr Klussmann,
ich vermute mal, dass wenn man sich bei Google anmeldet, die Suchresultate besser sind, oder liege ich da völlig falsch?
Gruss
Heinz Buser
Hallo Herr Buser,
ich nehme an, Sie meinen, dass eine Anmeldung bei Google bessere Suchresultate im Keyword Tool ermöglicht.
Nach einer Anmeldung sind die Resultate zwar qualitativ nicht besser, aber Sie haben viel mehr Suchergebnisse (bis zu 800 pro Suchanfrage). Außerdem ergibt sich noch der Vorteil, dass man den Pay per Click (PPC) bzw. Cost per Click (CPC) Wert sehen kann, was ohne Anmeldung nicht möglich ist. Zusätzlich müssen Sie nicht dauernd einen sogenannten Captcha-Code eingeben, um zu bestätigen, dass Sie ein Mensch und keine Maschine sind.
Mit besten Grüßen,
Thomas Klußmann
Auch nützlich kann es sein, wenn man die Begriffe einfach mal in das Suchfeld von Google eingibt. Dann sieht man auf was es Google automatisch vervollständigt. Die Möglichkeiten kann man dann auch über die Keyword Tools checken lassen.
Ich vermarkte auch eigene Infoprodukte, nutze für die einfache Basis-Recherche zwar das Keyword-Tool von Google, aber um wirklich interessante Produktideen zu bekommen, muss man sich mit den Interessen in einer Nische beschäftigen und die Konkurrenz analysieren. Außerdem gibt das Google Keyword-Tool verfälschte Daten aus, Google weiß warum.
Das Google Keyword-Tool ist einfach genial! Stellt euch mal vor, dieser Dienst wird eingestellt. Was würde dann geschehen? Unvorstelltbar
Danke für die sehr interessanten Informationen, allerdings analysiert man eine Geschäftsidee nicht mit Google-Tools, sondern nach den wesentlichen Geschäftsstrategien: Markt, Produkt, Zeit und Reproduzierbarkeit.
Das Google-Tool ist sicher ein exzellentes Tool, um seine Werbung über das Internet zu optimieren, aber das ist ja nun mal nicht der Kern einer Geschäftsidee, sondern nur EIN Mittel des Marketings. ;)
Hallo Andreas,
vielen Dank für Ihre Kritik.
Im “Normalfall” sollte man den Markt so analysieren, wie Sie es sagen. Aber wenn es darum geht Informationen zu verkaufen, so ist das Google Keywordtool ein optimales Werkzeug, denn man kann mit wenigen Klicks sehen, ob Leute nach einem bestimmten Problem suchen oder nicht.
Wir wollen schließlich, dass unsere Kunden ein Produkt auf den Markt bringen, das ausschließlich im Internet gesucht und gefunden werden kann. Und da spielen Keywords eben die wichtigste Rolle.
Viele Grüße,
Anton