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Durch harte Arbeit zum Erfolg

Stephan Czaja hat sein Leben schon früh der Medienwelt verschrieben. Er wollte nie für andere arbeiten, sondern sein eigener Chef sein. Schon mit fünfzehn betrieb er sein erstes Magazin, wechselte mit Anfang zwanzig in die Werbebranche. Im Jahr 2015 gründet Stephan Czaja die Modelagentur Cocaine Models. Online präsentiert er auf seiner Agenturseite hochkarätige und internationale Models. Heute spricht eine ganze Branche über den außergewöhnlichen Namen und die Agentur.

Was macht Erfolg aus?

Durch den immer intensiver werdenden Wettbewerb im Model Management ist es für neue Unternehmen immer schwieriger, angemessene Preise durchzusetzen und sich im Markt zu etablieren. Cocaine Models aber hat es geschafft. Speziell durch den starken Medienauftritt. Neben Ministerpräsidenten wie Hannelore Kraft waren auch TV-Sender zu Gast wie Pro7, RTL und ZDF. Gründer Stephan Czaja ist auch öfter Interviewpartner im Deutschlandfunk.

Trends werden schnell erkannt und so hilft der Netzwerkeffekt der jungen Agentur zum rasanten Wachstum. Heute vertreten sie Models aus Paris, Berlin oder auch Stockholm weltweit. Mit dieser Mischung aus klassischem Management und moderner digitaler Infrastruktur, stellten sich schnell Erfolge ein.

Das sind die USPs nach 15 Monaten:

● Einzige Agentur mit Top Platzierung in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf und München
● Internationale Kunden aus der ganzen Welt: Shanghai, London, Tel Aviv, Paris.
● Internationale Models aus Paris, London und Stockholm

Stephan Czaja im Interview mit Gründer.de

Stephan x CEO x CM

Stephan, was macht Startups erfolgreich?

Stephan Czaja: Unternehmerische Chancen und Risiken müssen vom Gründer klar benannt und bewertet werden. Das eigene Marktsegment muss ein jeder Unternehmer wie seine Westentasche kennen.

Als Gründer muss man sich mit seiner Geschäftsidee identifizieren können. Ohne sie ist es kaum möglich die Ausdauer und Kraft aufzubringen, die es braucht, um ein Unternehmen erfolgreich zu machen.


Ihr nutzt selbst Instagram. Für wie wichtig hältst du diesen Social-Media-Kanal? Inwieweit konnte Instagram euer Image stärken? Könnt ihr mithilfe der Plattform tatsächlich neue Kunden gewinnen?

Stephan Czaja: Instagram bietet als soziales Netzwerk insbesondere für Unternehmen mit starken ästhetischen, visuellen Aspekten eine sehr starke Plattform für Promotion bei trendbewussten und jungen Zielgruppen. Als Modelagentur haben wir natürlich viel Bildmaterial, damit konnten wir die Reichweite auf Instagram schnell steigern. Einfach durch regelmäßiges posten.

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Auf Instagram akquirieren wir auch neue Kunden. Wer sich hier rumtreibt sind vor allem kreative Menschen, Fotografen, Models, Menschen aus Werbeagenturen und so weiter. Wenn sie, wie jeder, in der Mittagspause durch Instagram klicken, landen die ein oder anderen Creative Arts Manager auf unserem Profil, betrachten die Fotos, liken und kommen dann natürlich durch den Link im Profil auf unsere Internetseite. Wir haben schon einige Aufträge hier durch Instagram akquiriert und neue Kunden gewonnen.

Das soziale Netzwerk funktioniert auch super für internationalen Aufbau, da die Kommunikation nicht auf Text und Sprache fokussiert ist. Instagram ist wie eine weltweit verfügbare Werbetafel, die besonders für Unternehmen wie uns, die optische Werke verkaufen, eine hervorragende Plattform bietet.

Im Vergleich zu Facebook bietet Instagram wesentlich mehr Potenzial im Aufbau der Reichweite. Hier sind weniger Multiplikatoren unterwegs, weniger Unternehmen. Der Arbeitsaufwand ist schon deutlich größer.

Dank eurer SEO und den daraus resultierenden Top Rankings seid ihr die einzige Modelagentur mit Top3 Platzierung in Berlin, Düsseldorf, Köln, München und Hamburg.


Hast du ein paar Tipps für angehende Gründer, was sie in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung beachten sollten?

Stephan Czaja: Besonders aus der Zeit meiner Werbeagentur kann ich empfehlen, weniger ist mehr. Man sollte seine Texte sauber strukturieren, Überschriften schaffen, Aufzählungslisten hinzufügen und das Ganze sauber in einem Menü verpacken. Die Bilder sollten sauber benannt sein und das Design einfach und wenn möglich, mobile first. Keep it simple.

Genauso fokussiert sollten die Ziele sein. Fokussiert euch in dem was ihr erreichen wollt. Wenn ihr zum Beispiel Deutschland für euer Projekt einnehmen wollt, schnappt euch vorerst nur die großen Städte. Investiert keine Zeit in Kleine, die kommen automatisch wenn ihr die Großen habt. Die meisten Menschen suchen ohnehin nach Anbietern in Großstädten. Man sollte sich erst einen Kernbereich schaffen und dann sukzessive den Content um ähnliche Thematiken erweitern.

Besonders durch die Erweiterung des Contents greift man viele neue Keywords und Keyword-Ketten ab. Ebenso werden viele potentielle Kunden auf einen aufmerksam, die einen durch die klassischen Suchbegriff nicht gefunden hätten. Als Schönheitschirurg kann man zum Beispiel sehr gut Leute über Friseure in der Stadt informieren in einfachen Listen, weiter geht es dann mit Nagelstudios, Massagen und Wellness. Erst über diese kleinen Umwege werden Leute auf die eigenen Leistungen aufmerksam.

Wenn ihr schon Besucher auf der Seite habt, sorgt dafür, dass sie sich gut zurechtfinden. Dass eure Seiten gut miteinander verknüpft sind, durch Textlinks, Menus und Sidebars. Google, Yahoo, Bing & Co. schätzen es, wenn Nutzer tendenziell mehr Zeit auf eurer Seite verbringen als bei der Konkurrenz. Das ist ein Signal dafür, dass ihr für die Nutzer interessante Inhalte bietet. Ein guter, einfacher Tipp ist auch, Beiträge mit Youtube-Videos oder mit Instagram-Fotos aufzupeppen. Damit habt ihr kostenlos gute Videoinhalte, die Nutzer sich anschauen und Fotomaterial, das die Seite ansprechender aussehen lässt.

Fokussiert euch auf eine Seite. Viele hören von größeren Unternehmen, die zu ihren Projekten extra Satellitenseiten betreiben. Das macht aber erst Sinn, wenn ihr schon eine gute Seite habt und neue Märkte erschließen wollt. Investiert eure Zeit in ein sauberes, gut konvertierendes Projekt.

Meldet euch auch unbedingt bei den kostenlosen Google-Diensten an. Bei Google Analytics könnt ihr alles über das Nutzerverhalten auf eurer Homepage erfahren. Bei den Google Webmastertools bekommt ihr alle Informationen über das Suchverhalten, bevor die Leute auf eure Website kommen. Das zeigt auch Google und Co., dass ihr eure Website professionell betreut. Außerdem könnt ihr euch immer interessante Werte daraus ziehen. Zum Beispiel welche Seiten bei euch am häufigsten besucht werden. Lokalen Unternehmen, Unternehmen im Allgemeinen, empfehle ich außerdem einen Eintrag bei Google Business. Der ist kostenlos und schnell gemacht. Ein paar Tage später sendet euch Google einen Brief via Post mit Bestätigungscode. Schon taucht ihr noch präsenter in den regionalen und überregionalen Suchergebnissen auf.

Wer schon Knowhow hat, sollte es teilen! Ich empfehle Kunden sehr gerne YouTube Videos, kleine Erklärungen zu ihrem Themengebiet anzufertigen. Google platziert die eigenen Videos sehr gut, hier kann man sich auch schön Long Tails abgrasen.

Die interne Suche auf Youtube sollte man nicht unterschätzen, Milliarden Menschen nutzen das Netzwerk jedes Jahr. Aber nur wenige Unternehmen trauen sich Inhalte gezielt für Youtube zu produzieren. Für ein großes Modeunternehmen haben wir auch einmal kleine Unboxing-Videos von neuen Kollektionsteilen mit Models gedreht. Die Präsentation des Schuhs ist einfach eine ganz andere. Der Aufwand ist nicht groß, es genügt eine Kamera, Tageslicht und etwas Arbeit. Der Effekt ist aber groß.

Den letzten Tipp für Gründer, die noch am Anfang stehen, würde ich auf die Bilder beziehen. Googles Bildsuche ist sehr beliebt. Wenn jemand ein Bild auswählt, sieht er links im Browser die komplette Homepage. Wenn ihr eure Bilder also beschreibend und variantenreich benennt, werdet ihr eure Reichweite ausbauen. Die Benennung ist ähnlich wie bei URL sehr kurz gefasst und bezieht sich auf die genauen Inhalte im Bild. Mit dem richtigen Dateinamen, erreicht ihr so wesentlich mehr Menschen. URLs solltet ihr im gleichen Stil anlegen, verwendet nur prägnante Hauptworte.

Hast du während und nach deiner Gründung Fehler gemacht und was war dein Learning daraus?

Stephan Czaja: Vor dieser Gründung hatte ich schon mehrere Unternehmen. Ich habe ziemlich früh gestartet, mit 13 Jahren das erste Musikmagazin gemacht, parallel natürlich auch Musik, mehrere CDs veröffentlicht. Daraus entstand die Leidenschaft für Werbung. Mit 21 habe ich mich dann auf Werbung, Design und Marketing spezialisiert.

In der Zeit habe ich natürlich Fehler gemacht und ich habe auch so einige Euros in den Sand gesetzt. Einer meiner größten Fehler war, dass ich mich besonders zu Anfang meiner Karriere sehr unter Wert verkauft habe. Als ehemaliger Hauptschüler waren mir die Preise nicht so bewusst und ich habe sehr lange gebraucht um ein Preisniveau anzunehmen, dass im Markt üblich ist. Für mich war es sehr schwer, mich selber teuer zu verkaufen. Deshalb ist es umso erstaunlicher, dass es mit anderen Leuten so gut funktioniert. Man sollte sich auch einen Standpunkt suchen oder zumindest einen festen Wohnort. Ich bin über zehn Mal umgezogen, da ist es natürlich schwieriger sich Stammkunden aufzubauen.

Warum scheitern Startups deiner Meinung nach?

Stephan Czaja: Wer wenige Fachkenntnisse hat oder wem es an Fachpersonal mangelt ist oft als Unternehmer aufgeschmissen. Deshalb scheitern viele Startups: Zu wenig Fachwissen, zu wenig Finanzierung und im Worst Case auch noch die falsche Wahl der Geschäftspartner.

Was ist der wichtigste Tipp, den du einem Gründer mit auf den Weg geben kannst?

Stephan Czaja: Glaube mir, morgen geht die Sonne wieder auf! Wer Unternehmer ist, muss an sich glauben. Der Erfolgt kommt nicht über Nacht. Der Wille macht es aus und der Weg ist doch letztendlich immer das Ziel. Wer weiterkommen will, sich jeden Tag Mühe gibt, wird seine Ziele erreichen.

Erst mit der Zeit entstehen die richtigen Kontakte, das Marktgefühl und die Möglichkeiten so zu agieren, wie man es sich selber wünscht. Am Anfang der Karriere sollte man sich auch nicht zu schade sein am Wochenende einen Nebenjob zu machen, beispielsweise um die Miete zu finanzieren. Irgendwann habt ihr eure ersten Stammkunden, kommt durch Empfehlungen weiter, lernt neue Menschen kennen und noch bessere Ansprechpartner für neue, größere Projekte. Eure Synergien werden vielfältiger und auch eure Projekte und Budgets.

Mein Lieblingszitat ist von John F. Kennedy, damals wollten die Amerikaner unbedingt vor Russland auf dem Mond sein, eine schwierige Aufgabe, Kennedy sagte: “We choose to go to the Moon! We choose to go to the Moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard.” Der eigene Wille zum Erfolg entscheidet über den Erfolg.

Gründer.de bedankt sich bei Stephan Czaja für die interessante Erfolgsstory und das aufschlussreiche Interview!