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Blog- und Webseitenbetreibern stehen im Internet viele Möglichkeiten offen, mit Werbung Geld zu verdienen. Voraussetzung hierfür ist jedoch erst einmal, für genug Traffic auf der eigenen Webseite zu sorgen.
Denn der Besucherstrom entscheidet letztendlich darüber, wie viel Geld mit Affiliate-Marketing verdient werden kann. Je größer der Besucherstrom auf einer Webseite ist, desto interessanter ist diese für potenzielle Werbekunden.

Was ist Affiliate-Marketing?

Affiliate-Marketing ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen einem werbetreibenden Unternehmen und einem Blog- oder Webseitenbetreiber. Hierbei stellt der Webseitenbetreiber (Affiliate) dem Unternehmen (Merchant) Werbemöglichkeiten auf der eigenen Webseite zur Verfügung.

Der Affiliate bewirbt also auf seiner Webseite oder seinem Blog Produkte und Dienstleistungen von anderen Anbietern z.B. in Form von Werbelinks, Bannern oder anderen Werbemitteln. Im Gegenzug erhält dieser für das Vermitteln von Kunden an Online-Shops eine Provision, die nach einer vorher festgelegten Aktion gezahlt wird. Beim Affiliate-Marketing gibt es verschiedene Abrechnungsmodelle, auf die später noch einmal genauer eingegangen werden soll.

Verschiedene Möglichkeiten, um als Affiliate Geld zu verdienen

Mit Affiliate-Marketing kannst du dir eine gute Einnahmequelle neben deinem Business aufbauen. Wir wollen dir im Folgenden verschiedene Möglichkeiten vorstellen, wie du als Affiliate Geld verdienen kannst.

1. Das PartnerNet-Programm von Amazon

Screenshot von Amazon

Screenshot von Amazon

Das PartnerNet-Programm von Amazon zählt mit hunderttausenden Affiliates zu den weltweit größten Partnerprogrammen. Mit dem Partnerprogramm von Amazon haben Affiliates die Möglichkeit, die dort angebotenen Artikel z.B. über Textlinks, Banner oder Ähnlichem zu bewerben und so eine Provision von bis zu 10% zu erhalten. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass du eine eigene Webseite betreibst.

Vorteile des Amazon Partnerprogramms:

1. Mit einer breit gefächerten Produktpalette von mehreren Millionen verschiedenen Produkten, bietet das Partnerprogramm für wohl jeden Affiliate zu seiner Webseite passende Produkte.

2. Aufgrund seiner Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit genießt Amazon großes Vertrauen seiner Kunden, weshalb die Kaufschwelle für potenzielle Käufer entsprechend niedrig ist.

3. Wird ein Kunde vermittelt, so erhält der Affiliate auf den gesamten Warenkorb eine Provision und nicht nur auf das Produkt, das er beworben hat. Das gilt selbst dann, wenn der Kunde im Endeffekt das Produkt, das über einen Affiliate-Link beworben wurde, gar nicht kauft, sondern sich für andere Produkte entscheidet.

4. Amazon zahlt die Werbekostenerstattung zuverlässig und pünktlich. Du kannst dabei eine von drei verschiedenen Zahlungsarten (per Banküberweisung, per Scheck oder anhand eines Amazon Geschenkgutscheins) auswählen.

Nachteile des Partner-Programms:

1. Für manche Produktkategorien (Fernseher, Smartphones, Tablets oder PS4-Konsolen) gibt es eine extrem niedrige Provision von 1%.
2. Wenn der Kunde nach einer Sitzung (24 Stunden nachdem er über den Affiliate-Link auf ein Produkt von Amazon gelangt ist) ein Produkt auf Amazon erwirbt, erhält der Affiliate keine Provision mehr.

Selbst wenn es nicht nur Positives über das Partnerprogramm von Amazon zu berichten gibt, so steht trotzdem fest, dass die Vorteile des Programms überwiegen und es eine gute Möglichkeit für Websitebetreibende darstellt, sich im Internet noch etwas Geld nebenher zu verdienen.

Wie kann ich am Amazon PartnerNet teilnehmen?

Um am PartnerNet- Programm von Amazon teilzunehmen, bedarf es lediglich einer kostenlosen Anmeldung bzw. einem Antrag auf Teilnahme am Programm. Dieser Antrag wird von Amazon anschließend geprüft, was einige Tage in Anspruch nehmen kann. Nach der Prüfung wird dir mitgeteilt, ob Amazon den Antrag genehmigt hat oder ob er abgelehnt wurde.

Der Antrag kann beispielsweise abgelehnt werden, wenn die Teilnahmebedingungen von Amazon nicht erfüllt werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Amazon feststellt, dass deine Webseite für das Partner-Programm nicht geeignet ist. Als ungeeignet werden Webseiten eingestuft, die beispielsweise für Produkte mit sexuellen, gewaltbezogenen Inhalten oder für die Durchführung von illegalen Aktivitäten werben.

Wenn du bereits ein Amazon-Konto hast, kannst du dich ganz einfach mit deinen Zugangsdaten einloggen. Ansonsten musst du erst noch ein Konto anlegen, was aber eine Sache von nur wenigen Minuten ist.

Für den Anmeldevorgang werden deine Konto-Daten sowie Informationen zu deiner Webseite z.B. über Themenschwerpunkte und das Besucherverhalten verlangt.

Wichtig ist, die gewünschte Zahlungsmethode frühzeitig festzulegen. Dafür klickst du einfach auf den Button „Zahlungsmethode jetzt festlegen“.
Nachdem du den Teilnahmebedingungen zugestimmt hast, heißt es dann erst einmal abwarten. Du kannst dich aber auch schon mal im PartnerNet-Konto anmelden. Nur Links oder Werbemittel solltest du erst in deine Webseite einbauen, wenn du die Teilnahmebestätigung von Amazon erhalten hast.

Wie funktioniert Amazon PartnerNet?

Für die Produkteinbindung auf deiner Seite kannst du unter anderem zwischen Text-Links, Banner-Links, Site-Stripes und Widgets („Schnäppchen-Widget oder Such-Widget) entscheiden, die dir von Amazon zur Verfügung gestellt werden und alle nötigen Produktinformationen enthalten.

Mit den dir zur Verfügung gestellten Tools kannst du mit nur wenigen Klicks einen Link von deiner Webseite zu Amazon erstellen. Dafür gehst du im Amazon.de-Shop auf die gewünschte Produktseite und klickst auf den Button „Link erstellen“. Du wählst den für dich passenden Link (z.B. Text-Link oder Banner-Link) aus. Amazon generiert daraufhin einen HTML-Code, den du kopieren kannst und ganz einfach in deine Webseite integrieren kannst.

Bei der Anmeldung wird automatisch eine Tracking-ID angelegt, die in den Affiliate-Links zu Amazon enthalten ist und mit der es möglich ist, einen Käufer einem bestimmten Affiliate zuzuordnen. Gelangt nun ein Kunde über deinen Affiliate-Link zu einem Produkt auf Amazon und kauft innerhalb von 24 Stunden etwas, erhältst du eine Provision für den gesamten Warenkorb. Die Provisionen können je nach Produktkategorie deutlich voneinander abweichen. Für Videospiele-Downloads, Software-Downloads, Kleidung, Schmuck, Gepäck, Schuhe, Uhren und Möbel wird mit 10% die höchste Provision gezahlt.

Wie viel du letztendlich mit Amazon PartnerNet verdienen kannst, hängt vor allem von drei Faktoren ab:

1. Deiner Nische
Zunächst ist es wichtig, dass du eine gute Nische entdeckt hast, zu deren Themengebiet sich Amazon-Produkte vorstellen lassen, die auch online gekauft werden und lukrativ sind.

2. Deinem Traffic
Je mehr Traffic du auf deiner Webseite hast, desto mehr Geld kannst du auch mit Affiliate-Marketing machen.

3. Dem Vertrauen
Wenn du ein gutes Nischenthema für dich entdeckt hast, ist es wichtig, dass deine Webseite nicht unseriös wirkt. Andernfalls werden dir die Leute einfach nicht vertrauen. Achte deshalb auf ein ansprechendes Design – auch bei der Einbindung der Amazon-Affiliate-Links – und gute Inhalte deiner Webseite.
Mit einer gut besuchten Seite, der die Menschen vertrauen, ist es durchaus möglich, einige hundert bis tausend Euro im Monat mit dem Partnerprogramm von Amazon zu machen.

3. Affiliate-Netzwerke um Partnerprogramme zu finden

Bei Affiliate Netzwerken handelt es sich um Plattformen, auf denen sich Affiliates (Publisher) und Merchants (Händler) anmelden können und so zueinander finden. Affiliate Netzwerke fungieren somit als Vermittler zwischen den beiden Parteien und wickeln alle Zahlungsangelegenheiten ab. Als beliebte Affiliate-Netwerke können belboon und affilinet genannt werden.

Das Affiliate-Netwerk stellt den Affiliates Werbemittel zur Verfügung, die sie in ihre Webseite einbinden und anhand welcher sie Produkte und Dienstleistungen für andere Anbieter bewerben können. Klickt ein User auf einen Affiliate-Link, wird er auf die Webseite eines Online-Shops weitergeleitet. Für welche Aktion des Kunden der Affiliate eine entsprechende Provision vom Merchant erhält, hängt von dem vorher festgelegten Vergütungsmodell ab. Es gibt viele verschiedene Vergütungsmodelle im Affilliate Marketing.

Die 3 am häufigsten verwendeten Vergütungsmodelle sind:

• PPS: Pay per Sale (auch CPS: Cost per Sale): Bei dieser Vergütungsform erhält der Affiliate erst eine Provision, wenn ein Kunde über seinen Affiliate-Link auch tatsächlich ein Produkt gekauft hat.

• PPL: Pay per Lead (auch CPL: Cost per Lead): Bei dieser Abrechnungsmethode entstehen für den Advertiser nur dann Kosten, wenn eine vorher festgelegte Handlung erfolgreich durchgeführt wurde. Bei dieser Handlung kann es sich beispielsweise um eine Registrierung für den Newsletter, die Bestellung eines Katalogs oder das Ausfüllen eines Formulars handeln. Anders als bei der PPS-Vergütung ist es bei diesem Abrechnungsmodell nicht erforderlich, dass ein Verkauf stattfindet.

• PPC: Pay per Click (auch CPC: Cost per Click): Beim PPC-Abrechnungsmodell erhält der Affiliate bereits eine Vergütung, sobald auch nur ein Interessent auf seinen Affiliate-Link bzw. auf seine Werbeanzeige klickt. Diese Form der Vergütung wird oft als Tausend-Kontakt-Preis berechnet.
Für Affiliates ist die Teilnahme an Affiliate Netzwerken kostenlos und bietet hervorragende Möglichkeiten im Internet Geld zu verdienen.

4. Inhouse-Partnerprogramme

Außer Affiliate-Netzwerken gibt es noch eine weitere Möglichkeit Affiliate-Marketing zu betreiben. Und zwar mit sogenannten Inhouse-Partnerprogrammen. Beim Inhouse-Partnerprogramm setzt der Merchant, bzw. die Firma, die das Partnerprogramm betreiben will, dieses selbst um. Die Anmeldung zum Partnerprogramm und der Support finden dann auf der Webseite der Firma statt oder es wird eine Affiiate-Agentur damit beauftragt.

Der Unterschied zwischen Affiliate-Netzwerken und Inhouse-Partnerprogrammen besteht darin, dass sich der Publisher bei Affiliate-Netzwerken nur einmal anmelden muss und dann Zugriff auf zahlreiche Partnerprogramme aus unterschiedlichen Bereichen hat. Der Vorteil dabei ist, dass auch alle Abrechnungen über alle beworbenen Partnerprogramme über ein Konto laufen und man so seine Einnahmen immer auf einen Blick hat.

Bei den Inhouse-Partnerprogrammen muss man sich immer separat anmelden, jedes Mal seine Zahlungsdaten angeben und hat unterschiedliche Ansprechpartner. Des Weiteren kann es zu Anfang schwierig sein, die Mindestauszahlungsgrenze zu erreichen, da man für jedes Inhouse-Partnerprogramm unterschiedliche Abrechnungen bekommt.

Inhouse-Partnerprogramme haben allerdings auch einige Vorteile. Durch den engen Kontakt zum Merchant, bekommen Publisher häufig individuelle Werbemittel zur Verfügung gestellt. Des Weiteren sind die Provisionen häufig deutlich höher als bei Affiliate-Netzwerken.

Für Einsteiger eignen sich Affiliate-Netzwerke besser, sich im Affiliate-Marketing ein Standbein aufzubauen. Hat man ein gutes Gefühl für die Bedürfnisse der Kunden aufgebaut und mehr Traffic erlangt, sind Inhouse-Programme aber in den meisten Fällen lukrativer.

Beliebte Inhouse-Partnerprogramme

Screenshot von auxmoney

Screenshot von auxmoney


Als beliebte Inhouse-Partnerprogramme können auxmoney und Tarifcheck24 genannt werden. Wenn du einen eigenen Blog oder eine Webseite hast, dann kannst du dich sofort beim auxmoney-Partnerprogramm registrieren und dir ein festes Nebeneinkommen sichern, indem du Conversion-optimierte Textlinks oder Werbebanner des Partnerprogramms in deine Webseite einbindest.
Aber auch für Affiliates, die noch keine eigene Webseite oder einen Blog haben, bietet auxmoney eine Möglichkeit zum Geldverdienen an. So kannst du auxmoney auch in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Twitter empfehlen. Um auf sozialen Netzwerken für auxmoney Werbung zu machen, kannst du entweder deinen persönlichen Affiliate Link posten oder sogar ganze Banner, die du nach einem erfolgreichen Login unter Werbemittel „Banner, Grafiken & Links“ findest, posten. Mit dem auxmoney-Partnerprogramm verdienen die teilnehmenden 8.500 Affiliates im Durchschnitt 285 Euro im Monat.

Das Tarifcheck-Partnerprogramm kann mit extrem hohen Provisionen, individueller Beratung und innovativ designten Werbemitteln punkten. Das Thema des Partnerprogramms sind vor allem Versicherungen und Finanzen. Tarficheck24 stellt dir frei, ob du seine Seite über deine Webseite, über Social Media oder über E-Mail-Marketing bewerben möchtest. Die nötigen Werbemittel stellt dir Tarifcheck kostenlos zur Verfügung.

25 Euro für einen Lead und 50 Euro für einen Sale sind hier keine Seltenheit. Um dir einen besseren Überblick über die Vergütungen zu ermöglichen, findest du hier eine Auflistung. Die Mindestauszahlungsgrenze beträgt nur 10 Euro und wird wöchentlich auf das Konto des Affiliates überwiesen.

Fazit

Wenn du viel Traffic auf deiner Seite hast, solltest du dir die Möglichkeit nicht entgehen lassen, dir mit Affiliate-Marketing noch etwas Geld dazu zu verdienen. Melde dich dafür kostenlos bei einem der vorgeschlagenen Programme an. Bei der Auswahl eines Partnerprogramms musst du aber natürlich sicherstellen, dass das Thema des jeweiligen Programms für dich relevant ist und deiner Zielgruppe auch einen Mehrwert bietet. Ist das nicht der Fall, solltest du dich auch nicht bei diesem anmelden, da die Werbung dann nicht targetiert ist und deine Kunden verärgern könnte.

Wir hoffen, dass wir dir ein paar nützliche Anlaufstellen liefern konnten, damit du als Publisher tätig werden kannst. Bist du bereits bei einem der vorgeschlagenen Affiliate-Netzwerke angemeldet und kannst über deine Erfahrungen berichten? Kennst du andere lukrative Affiliate-Netzwerke, die du gerne hinzufügen möchtest? Wir freuen uns wie immer über Kommentare und Feedback.

Mit besten Grüßen,
Sandra Hubert
Online Redaktion, Gründer.de