Sich mit Geduld nach und nach ein passives Einkommen aufbauen, das immer weiter wächst.

Sich mit Geduld nach und nach ein passives Einkommen aufbauen, das immer weiter wächst.
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Geld verdienen ohne hart dafür arbeiten zu müssen – wer möchte das nicht? Die meisten Menschen träumen davon, schnell reich zu werden und finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Doch den Wenigsten gelingt dieser Schritt tatsächlich. Wer glaubt, sich mit passivem Einkommen in kürzester Zeit ohne jegliche Anstrengung großen Reichtum aufzubauen, der wird enttäuscht werden. Denn ohne auch nur einen Finger zu rühren, lässt sich einfach kein Geld verdienen.

Wer jedoch etwas Geduld mitbringt und sich als Ziel gesetzt hat, irgendwann finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, für den stellen passive Einkommensquellen eine hervorragende Möglichkeit dar, um sich finanziell für die Zukunft abzusichern. Vor allem für Gründer und Selbstständige, die sich neben ihrem Hauptberuf ein Zusatzeinkommen aufbauen möchten, kann passives Einkommen eine gute Einnahmequelle darstellen. Denn auch mit wenigen Stunden pro Woche lässt sich bereits ein ordentlicher Nebenverdienst verzeichnen.

Weil finanzielle Freiheit ein luxuriöser Zustand ist, nach dem viele Menschen streben, die Wenigstens ihn jedoch erreichen, haben wir eine Artikelreihe gestartet, die dir über 7 smarte Wege aufzeigt, um ein passives Einkommen zu generieren. Doch zunächst möchten wir klären, was passives Einkommen überhaupt ist.

Was ist passives Einkommen?

Passives Einkommen wird häufig als Geld definiert, das du auch im Schlaf oder im Urlaub verdienen kannst ohne aktiv arbeiten zu müssen. Das ist auch nicht vollkommen abwegig, allerdings wird dabei häufig vergessen zu erwähnen, dass du in den meisten Fällen erst einmal eine Menge Zeit und Arbeit investieren musst, bevor es soweit ist.

Im Gegensatz zur Ausübung eines konventionellen Berufs, besteht bei der Generierung passiven Einkommens kein klares Verhältnis zwischen Zeitaufwand und Ertrag. Der große Vorteil dabei ist, dass du mit einem geringen Aufwand ein Vielfaches des Gewinns erzielen kannst. Auch wenn du am Anfang viel Zeit und Engagement investieren musst, um vermutlich nur sehr wenig Geld als Gegenleistung zurückzubekommen, so wird sich das zu einem späteren Zeitpunkt in jedem Fall auszahlen. Denn dann kann selbst Geld auf dein Konto fließen, wenn du die Tätigkeit gar nicht mehr ausübst.

Der Begriff passives Einkommen lässt sich in zwei Kategorien unterteilen: Das Portfolio-Einkommen und das äußere passive Einkommen. Beim Portfolio-Einkommen wird zunächst erstmal eine gewisse Geldsumme investiert. Ein Beispiel hierfür wär das Investieren in Aktien. Das bedeutet jedoch, dass du ein gewisses Startkapital brauchst. Im Gegensatz dazu steht bei der zweiten Variante nicht das Investment im Vordergrund, sondern der zu vollbringende Arbeitsaufwand. Als Beispiel kann das Schreiben eines E-Books angeführt werden.

Da wir nie wissen, welches Schicksal uns im Leben ereilt und niemand sicher sein kann, dass er seinen Job bis zur Rente ausüben kann, sollte es jeder als ein wichtiges Ziel im Leben erachten, sich frühzeitig passive Einkommensquellen zu suchen, um für seine finanzielle Sicherheit zu sorgen.

Vorgehensweise um passive Einkommensquellen zu erschließen

Um die richtigen passiven Einkommensquellen zu finden, solltest du folgende Vorgehensweise anwenden.

1. Recherchiere zunächst verschiedene Möglichkeiten um passiv Geld zu verdienen. Suche nach Wegen und Ideen, die auch wirklich zu deinem Lebensstil passen.

2. Grenze deine passiven Nebenverdienstmöglichkeiten auf drei bis fünf Optionen ein.

3. Finde heraus, welche passiven Einkommensquellen für dich gut umzusetzen sind und so funktionieren, wie du es dir erhofft hast.

4. Lege eine Excel-Tabelle an, in der du jede Woche festhältst, wie es um deine Ausgaben und Einnahmen steht. Auf diese Weise erhältst du einen Überblick darüber, ob sich deine gewählten Möglichkeiten wirklich rentieren und ob du nach und nach einen Einnahmeszuwachs feststellen kannst.

5. Führe ein Notizbuch, in dem du dir aufschreiben kannst, welche Wege zum Geld verdienen du bereits ausprobiert hast und welche du für die Zukunft aussortieren kannst.

+7 smarte Wege für passives Einkommen

Sobald du einen passiven Einkommensstrom zum Fließen gebracht hast, bedarf es vergleichsweise wenig Arbeit, damit er nicht versiegt. Einige Residualeinkommenswege lassen sich nur durch ein gewisses Startkapital beschreiten, andere hingehen kommen ohne finanzielle Investition aus.

Hier findest du nun über sieben verschiedene Möglichkeiten, wie du dir ein passives Einkommen aufbauen kannst.

1. Zinsen und Dividenden

Eine klassische Quelle von passiven Einkommen sind regelmäßige Einnahmen durch Zinsen und Dividenden. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein Startkapital, das du investieren kannst.

Beim Vorschlag Zinsen als passive Einkommensquelle anzusehen, wirst du dir nun wahrscheinlich denken: Wie soll ich damit viel Geld verdienen können? Die Zinsen sind doch schon seit einer gefühlten Ewigkeit im Keller und scheinen immer weiter zu sinken. Das ist richtig. Auslöser dafür war und ist noch immer die Finanzkrise und die Anpassung der Geldpolitik der EZB, die versucht durch Senkung der Zinsen die schwächelnde Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Wenn du mehr Details erfahren möchtest, warum die Zinsen so niedrig sind, kannst du das hier nachlesen.

Fakt ist jedoch, dass es auch andere Zeiten gab. Noch vor ein paar Jahren waren die Zinssätze deutlich höher. Und wer sagt dass das in ferner Zukunft nicht wieder so sein kann? Um höhere Zinsen zu bekommen, solltest du dein Geld auf einem Festgeldkonto anlegen. Hier wird die Laufzeit und dein Zinssatz vorher festgelegt. Die besten Zinsen 2016 kannst du mit dem TAGESGELDVERGLEICH.Net finden, mit dem du über 90 Festgeldkonten vergleichen kannst. Trotz der Niedrigzinsphase sind hier 1,65% Zinsen bei einem Festgeldkonto mit einer kurzen Laufzeit durchaus möglich. Bei längerer Laufzeit steigen die Zinsen und somit auch deine Rendite.

Da der EZB-Chef Mario Draghi jedoch bereits bekanntgegeben hat, dass die Zinsen noch über Monate hinweg niedrig bleiben werden und ggf. sogar noch weiter fallen könnten, solltest du dich in jedem Fall noch nach weiteren Geldanlagen umsehen.

Die Investition in Wertpapiere ist eine weitere Möglichkeit passiv Geld zu verdienen. Das kann in Form von Direkt-Investitionen (beispielsweise Aktie) oder in Form von Fonds bzw. ETFs geschehen.

Beim Investment in einzelne Wertpapiere stellt die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes ein erhöhtes Risiko dar. Zwar gibt es Aktienunternehmen, die ihre Dividendenausschüttungen über einen längeren Zeitraum steigern konnten (Dividenden-Aristokraten), das Verlustrisiko für das eigene Vermögen bleibt jedoch weiterhin bestehen, auch wenn es als gering einzustufen ist.

Dividenden-Aristokraten, die die besten Renditen auszahlen, sind beispielsweise Münchener Rück, Allianz, Total oder H&M. Diese Unternehmen zeichnen sich durch hohe Dividendenausschüttungen und eine Kontinuität aus und eignen sich vor allem für vorsichtige Geldanleger.

Ein Nachteil beim Investment in Aktien ist jedoch, dass Dividendenausschüttungen häufig nur einmal jährlich stattfinden und die Zahlungen somit oft weit auseinanderliegen.

2. Online-Geldgeschäfte

Geld vermehrt sich, wenn es angelegt oder verliehen und einschließlich Zinsen wieder zurückgezahlt wird. Daran ändert sich auch in der digitalen Ära prinzipiell nichts. Jedoch gibt es nun auch online die Möglichkeit, anderen dein Geld zur Verfügung zu stellen und dabei Gewinn zu machen. Das ist natürlich auch bei seriösen Anbietern entsprechend riskant. Im Gegenzug kannst du hier noch mit hohen Zinsen rechnen, während der Nullzins Anlegern offline zu schaffen macht.

Während es für die Investition in Bitcoin definitiv zu spät ist, hast du online andere Optionen dein Geld zu vermehren: Crowdinvesting, Crowdlending und Peer-2-Peer-Lending – wobei es Überschneidungen zwischen diesen Anlagemethoden gibt.

Beim Crowdinvesting wirst du für einen im Vorfeld festgelegten Zeitraum stiller Teilhaber bei einem Unternehmen. Dafür bekommst du je nach Investorenvertrag in regelmäßigen Abständen oder sogar erst am Ende deines Investments Zinsen. Oder aber du wist unmittelbar am Erfolg des Unternehmens beteiligt, etwa über eine entsprechend große Exitzahlung. Für Investoren besteht hier immer das Risiko eines Totalverlustes, weswegen empfohlen wird von den meist kleinen Mindestanlagesummen zu profitieren und den zu investierenden Betrag auf mehrere vielversprechende Unternehmen zu splitten. Das ist, da Crowdinvesting über einschlägige Plattformen wie Companisto, Seedmatch oder Conda erfolgt, denkbar einfach.

Crowdlending indessen bedeutet, dass Unternehmer oder Privatpersonen vom Schwarm viele kleinere Geldbeträge einsammeln. Diese werden nach Ablauf einer gewissen Frist zurückgezahlt und es fallen hohe Zinsen an. Das Risiko steht auch hier in Relation zum zu erwartenden Profit. Peer-2-Peer-Lending bezeichnet die selbe Praxis, nur dass es nicht zwingend viele Personen sein müssen, die einen Kredit gewähren, sondern im Zweifel nur ein einziger Kreditgeber. Große Crowdlending Portale in Deutschland sind auxmoney und lendicoF.

3. Immobilien als Renditeobjekt

Die eigene Immobilie vermieten und sich so eine passive Einkommensquelle schaffen.

Die eigene Immobilie vermieten und sich so eine passive Einkommensquelle schaffen.
© CC0 Public Domain/ pixabay.com

Mit dem Besitz von Immobilien allein lässt sich noch kein Geld machen. Die meisten Menschen hegen den Traum, irgendwann mal ein eigenes Heim zu besitzen. Dafür nehmen sie oft hohe Kredite auf sich. Über Jahre hinweg müssen sie dann die Tilgung und die Zinsen für die Bank bezahlen. Des Weiteren fallen für die Immobilie Nebenkosten (wie die Grundsteuer, Versicherungen wie Strom und Wasser sowie Müll- und Abwasserentsorgung) an. Außerdem müssen Hausbesitzer ab und an mit Reparaturkosten rechnen.

Immobilien werden erst dann für passives Einkommen interessant, wenn sie als Renditeobjekt und nicht für die Eigennutzung eingesetzt werden. Bei Immobilien zur Weitervermietung kann durch Mietzahlungen ein regelmäßiger Geldstrom generiert werden. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird mit vermietetem Wohnraum eine Rendite von durchschnittlich 2 bis 3 Prozent erwirtschaftet, was im Vergleich zu anderen Geldanlagemöglichkeiten nicht als besonders hoch einzustufen ist. Die Studie ergab, dass die Rendite bei 25% der Immobilienanlagen 0% beträgt. Negativ ist die Rendite bei 8,5%. Bei insgesamt 7 Millionen Immobilienvermietern verdienen also etwa 2,3 Millionen Menschen gar kein Geld mit der Vermietung. Auf der anderen Seite erwirtschaften jedoch rund 18% der Eigentümer mit ihren vermieteten Immobilien eine ordentliche Rendite mit 5% und mehr.

4. Den Blog bzw. die Webseite mit Werbung monetarisieren

Blog- und Webseitenbetreibern stehen viele Möglichkeiten offen im Internet Geld zu verdienen. Voraussetzung hierfür ist jedoch erst einmal, für genug Traffic auf der eigenen Webseite zu sorgen. Denn der Besucherstrom bestimmt letztendlich darüber, wie viel Geld mit der Vermietung von Werbeplätzen oder mit Affilate-Links verdient werden kann. Je größer der Besucherstrom einer Webseite, desto mehr Menschen sehen auch die Werbeanzeigen und desto interessanter ist die Webseite oder der Blog für potenzielle Werbekunden. Um einen möglichst hohen Besucherstrom zu generieren, solltest du umfangreiche Inhalte und Knowhow zu einem Nischenthema zur Verfügung stellen.

Wenn du eine eigene Website oder einen eigenen Blog betreibst, kannst du dort selbst Werbung verkaufen. Vor allem für Blogs mit hohem Traffic bietet der Verkauf von Werbeflächen z.B. Banner-Werbung eine lukrative Einnahmemöglichkeit.

Auch mit „Pay per Click“- Werbung, wie z.B. Google AdSense, lassen sich beträchtliche Einnahmen erzielen. Google AdSense ist aufgrund seiner Einsteigerfreundlichkeit bei den Meisten die erste Anlaufoption, wenn es darum geht, mit Werbung im Internet Geld zu verdienen. Google analysiert deine Webseite und zeigt dann darauf abgestimmte Werbung an. Du verdienst dann immer Geld, wenn jemand auf die Google AdSense Anzeige klickt. Vergütungen pro Klick variieren je nach Themenbereich und können zwischen ein paar Cent und mehreren Euro liegen.

Da Google Linkvermietungen nicht befürwortet und sie eher negativ bewertet, sollten sie eher dezent und vorsichtig eingesetzt werden. Richtig durchgeführt, können aber sogar kleinere Webseiten von dieser passiven Einnahmemöglichkeit extrem profitieren. SeedingUp ist beispielsweise ein Anbieter, der bei der Suche nach Linkvermietungs-Kunden hilft.

Als letztes Beispiel mit Werbung im Internet Geld zu verdienen möchten wir dir noch die Möglichkeit des Affiliate Marketings vorstellen. Beim Affilate Marketing geht es darum, auf deiner Webseite oder deinem Blog Dienstleistungen und Produkte von anderen Anbietern zu bewerben. Klickt ein Blogleser auf das Angebot und nimmt dieses in Anspruch, erhält der Webseitenbetreiber vom Werbetreibenden eine Provision. Wenn du am Affiiate Marketing interessiert bist, kannst du dich zum Beispiel beim weltgrößten Online-Händler, dem PartnerNet-Programm von Amazon oder bei einem Affiliate Netzwerk wie affilinet oder belboon anmelden, wo du eine Auswahl von hunderten Partnerprogrammen hast.

5. Dropshipping

In Verbindung mit Automatisierung ist das auch als „Streckengeschäft“ bekannte Dropshipping eine exzellente Methode, um passiv als Online-Händler ein Einkommen zu generieren.

Der Clou liegt bei dieser Geschäftsform in der Logistik: Während Waren in der Regel vom Großhändler zum Händler verschickt werden, von wo aus sie dann ihren Weg zum Kunden finden, wird beim Dropshipping (deutsch auch: Direkthandel) auf diesen Zwischenschritt verzichtet. Als Händler bist du zwar weiterhin das Bindeglied zwischen Großhandel und Endverbraucher, aber die Ware nimmt den direkten Weg zu deinen Kunden.

Da du als Online-Händler in der Regel nicht einmal Schaustücke parat halten musst, kann es durchaus sinnvoll sein, auf den entsprechenden logistischen Zwischenschritt zu verzichten. Mitunter trägst du weniger Versandkosten, sodass du deinen Kunden gegebenenfalls attraktivere Preise bieten kannst.

Statt dein Geld und deine Zeit in den eigentlichen Versandablauf zu stecken, kannst du dich darauf konzentrieren, einen gut aufgemachten Online-Shop mit einem ausgefeilten Sales-Funnel einzurichten.

Die Kunst beim Dropshipping ist es, den richtigen Großhändler zu finden. Das erfordert etwas Recherchearbeit, denn es liegt in der Natur des Großhandels nicht mit einem gut gerankten, endverbraucher-freundlichen Auftritt glänzen zu müssen – das wird schließlich den Einzelhändlern überlassen. Bei deiner Suche musst du daher erstens darauf achten, dass der potentielle Dropshipping-Partner genug Informationen zur Verfügung stellt und zweitens darauf, dass er zuverlässig ist.

Ersteres ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Ware, die du selbst wahrscheinlich nicht persönlich in den Händen halten wirst, von mindestens zufriedenstellender Qualität ist. Zweiteres stellt sicher, dass diese Ware dann auch ohne Komplikationen bei deinen Kunden ankommt. Immerhin haftest du hier mit deinem Namen als Versandhändler, während dein Großhändler sich um die Abwicklung kümmert.

Mit Automatisierungstools, die die Handarbeit beim Aufnehmen und Weiterleiten von Bestellungen überflüssig machen, kannst du mit einem Online-Shop so ein Business aufbauen, das dir am Ende erlaubt, passiv Geld zu verdienen. Tatsächlich begann Thomas Klußmann, der Kopf hinter Gründer.de, seine Karriere als digitaler Entrepreneur mit Dropshipping.

6. Digitale Infoprodukte

Der Online-Verkauf von Infoprodukten ist eine weitere Möglichkeit, dir ein Passiveinkommen aufzubauen. Wie beim Dropshipping hast du den Vorteil, dass du als Händler Lagerkosten sparst, denn Platz nehmen E-Books und Videos nur auf dem jeweiligen Speichermedium ein.

E-Books lassen sich beliebig oft reproduzieren
und nehmen keinen Platz im Bücherregal weg.

E-Books lassen sich beliebig oft reproduzieren
und nehmen keinen Platz im Bücherregal weg.
© CC0 Public Domain/ pixabay.com

Du verkaufst in diesem Fall Wissen als Ware und lieferst einer bestimmten Zielgruppe Mehrwert, indem du sie am im Produkt gebündelten Know-How teilhaben lässt.

Diese Form des Passiveinkommens war in vor-digitalen Zeiten ausschließlich Autoren vorbehalten. In der Offline-Welt können diese bis heute von den Einnahmen aus ihren Büchern nur sehr selten leben. Online hast du als Urheber von E-Books viel mehr Optionen, weil du nicht den Umweg über einen Verlag gehen musst und nicht zwingend Geld für einen Lektor oder Designer für dein Cover ausgeben musst.

Das führt natürlich dazu, dass die Qualität von E-Books oft weit hinter der von Printmedien liegt, aber so lange das Produkt Mehrwert bietet und ein gewisses Maß an Nutzerfreundlichkeit an den Tag legt, ist es gut genug. Da sich ein gutes Produkt nicht von allein vermarktet, ist gutes Online Marketing ein Muss, wenn du über E-Books einen attraktiven Zusatzverdienst erzielen willst. Hier hast du erneut den Vorteil, dass du den Verkaufsprozess automatisieren kannst. Da immer mehr Menschen E-Book-Reader besitzen, wächst der Markt auch für E-Books zu Spezial- und Fachthemen.

Darüber hinaus sind kostenlose E-Books das perfekte Goodie, um Besucher auf deiner Webseite dazu zu animieren, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlassen. In diesem Fall wird das gratis E-Book zum Werbegeschenk, das – durchaus auch automatisiert – Leads für dich generiert.

Auch Webinare, also Online-Seminare, sind ein gutes Medium für Infoprodukte. Da du hier selbst vor die Kamera treten kannst, sind sie eine hervorragende Möglichkeit für Personal Branding. Gleichzeitig erlauben dir Webinare, live viel mehr Menschen zu erreichen, als es bei Offline-Seminaren der Fall wäre. Wenn du mit Aufnahmen arbeitest, kannst du diese timen und ebenfalls zum Teil eines automatisierten Sales-Funnels werden lassen.

Für das Erstellen und Vermarkten von digitalen Infoprodukten gilt grundsätzlich, dass sie in der Erstellung recht zeitaufwändig sind, aber später theoretisch von selbst laufen.

Wenn du einfach kein Sachbuchautor sein aber dennoch mit digitalen Infoprodukten Geld verdienen willst, gibt es noch die Möglichkeit als Affiliate eines oder mehrerer Infoprodukthersteller aufzutreten.

Der Handel mit den Rechten an E-Books läuft auch in zweiter oder dritter Hand durch sog. Reseller durchaus passabel. PLR lautet hier das Stichwort. Die Abkürzung steht für „Private Label“ und bezeichnet den Verkauf von E-Books und anderen Medienerzeugnissen, bei denen der Autor das Recht auf Weiterverbreitung abgetreten hat. Rentabel ist dies für ihn, weil er sich den Marketingaufwand bis zu einem gewissen Punkt spart und mit einem Produkt, das unendlich oft vervielfältigt werden kann, dennoch weiterverdient.

7. Kreative Wege zum passiven Einkommen

Mache mit deinem Hobby Geld und verkaufe deine Fotos! © CC0 Public Domain/

Mache mit deinem Hobby Geld und verkaufe deine Fotos!
© CC0 Public Domain/ pixabay.com

Schreibst du? Zeichnest du? Fotographierst du? Bist du virtuoser Pixelschubser? Drehst du Filme? Weißt du, wie man Druckvorlagen für den 3D-Drucker entwirft? Kreative Arbeit ist hartes Brot, kann aber ebenfalls genutzt werden, um damit online Geld zu verdienen. Der YouTube-Hit, mit dem sich Werbeeinnahmen generieren lassen, ist ein klassisches Beispiel für passives Einkommen durch kreative Arbeit im Internet.

Auch ein unterhaltsamer Roman lässt sich als E-Book verkaufen. Während es diverse Plattformen gibt, auf denen du, je nachdem, in welchem Medium du punktest, etwa T-Shirt-Motive, Schmuck aus dem 3D-Drucker oder Stockphotos verkaufen lassen kannst. Auf diese Art können gerade chronisch klamme Kreative einen erfreulichen Zusatzverdienst erwirtschaften und fähige Laien Geld mit ihrem Hobby machen.

Und so geht es weiter

Nun kennst du mehr als 7 smarte Möglichkeiten passiv Geld zu verdienen. Du empfindest diesen Artikel als noch nicht ausführlich genug? Du möchtest mehr über die einzelnen Einnahmequellen erfahren? Dann solltest du die nächsten Beiträge dieser Artikelreihe auf keinen Fall verpassen. Wir haben uns die wichtigsten der 7 passiven Einnahmequellen herausgesucht und werden dort detaillierter auf die einzelnen Möglichkeiten wie Online-Geldgeschäfte, das Schalten von Werbung über den Blog oder die Webseite, Dropshipping, digitale Infoprodukte und kreative Wege zum passiven Einkommen eingehen. Im nächsten Beitrag erfährst du, wie du mit Crowdinvesting, Crowdlending und Peer-2-Peer-Lending online dein Geld vermehren kannst.

Wir hoffen, dass dir der Beitrag gefallen hat und wünschen uns, dass du einige der Strategien verwenden kannst, um dir ein passives Einkommen aufzubauen. Was hast du schon für Erfahrungen gemacht? Hast du dir online schon einen passiven Geldstrom aufgebaut? Möchtest du noch etwas hinzufügen oder Feedback geben? Wir freuen uns über jeden Kommentar von euch!

Mit besten Grüßen,
Sandra Hubert
Online Redaktion, Gründer.de